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Sowj. Kriegsgräberstätte Historie

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"Wir haben einen Todesfall%2C buddelt ihn irgendwo am Friedhofsrand ein"%2C forderte der Lagerkommandant. Karl Fehr widersetzte sich. Mehr darüber lesen Sie in der Dokumentation zur Geschichte (20 Seiten) des Friedhofes.

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Vom Lager zum Friedhof. Auf dem "Russenpfad" trugen die Kriegsgefangenen ihre toten Kameraden zur letzten Ruhe. … Oft lagen zwischen der Einweisung in das Reserve-Lazarett (auch als "Quarantänelager" bezeichnet) und dem Tod nur wenige Tage!


Karl Fehr bestand darauf%2C dass für jeden Verstorbenen ein Totenschein ausgestellt wurde%2C unterschrieben vom Lagerkommandanten und (meistens) einem sowjetischen Lagerarzt. Sie werden noch heute im Standesamt der Gemeinde Herleshausen aufbewahrt. Sehen Sie hier den Totenschein von Nicolai Winogradow%2C Reihe 39%2C Grab 765.


Der "Russenfriedhof"%2C wie er damals landläufig genannt wurde%2C vor der Umgestaltung zur Gedenkstätte%2C aufgenommen um 1957. Erkennbar sind die weißen Holzschilder an den Grabhügeln mit den Namen der Toten. Darüber war auf jedem Schild ein roter Sowjet-Stern gemalt.


Karl Fehr prüfte im Rahmen der Arbeiten zur Umgestaltung des Friedhofes zur Gedenkstätte%2C dass die Bronze-Grabplatten auch am richtigen Grab angebracht wurden.


Der damalige Hessische Innenminister Schneider bei seiner Festansprache (26.09.1959).



Die Einweihung des zur "Sowjetischen Kriegsgräberstätte" umgestalteten "Russenfriedhofes" fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung und zahlreicher Ehrengäste statt (26.09.1959).


Der damalige Hessische Innenminister Schneider bei seiner Festansprache (26.09.1959).


Viele prominente Gäste%2C darunter auch Vertreter der sowjetischen Botschaft in Deutschland%2C nahmen an der Einweihungsfeier teil (26.09.1959).


Karl Fehr (links neben dem Hessischen Innenminister Heinrich Schneider) sieht sich am Ziel seiner Bemühungen um die Verstorbenen (26.09.1959). Die Angehörigen wurden%2C soweit bekannt%2C vom VDK mit diesem Brief informiert%2C den Nina Istomina (KOMI) bei ihrem Besuch im Sommer 2006 mitgebracht hatte.


Ein Vertreter der sowjetischen Botschaft in Deutschland (hier links hinter Innenminister Heinrich Schneider zu erkennen) legt einen Kranz nieder (26.09.1959).


Das 'Reichsautobahnlager' (RAB%3B hier einmontiert in ein Farbfoto von 2010) wurde zum Kriegsgefangenenlager im 'Stalag IX' (Stammlager Ziegenhain). Die sowj. Kriegsgefangenen wurden unter dem Arbeitskommando (Ako.) Nr. 1706 bzw. 1707 geführt. Ab 29.12.1942 wurde es zum Reserve-Lazarett.


Karl Fehr bekam 1967 in Anerkennung seiner Verdienste um den Friedhof das Bundesverdienstkreuz vom damaligen Regierungspräsidenten persönlich verliehen. „Danke%2C es ist eine große Ehre für mich. Noch wichtiger sind mir aber die Briefe%2C die ich von den Angehörigen aus Rußland bekommen habe"%2C betonte Karl Fehr in seiner ihm eigenen Bescheidenheit!
Hierzu lesen Sie den Bericht aus der VDK-Zeitung 3/1961.


Briefe von vielen Angehörigen bedeuteten Karl Fehr persönlich mehr als die offizielle Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz. Hierzu lesen Sie den Bericht "Briefe aus dem Osten" aus der VDK-Zeitung 3/1961.


Dankbar erinnern wir auch an Johanna Wilutzky%2C geb. Biehl%2C aus Herleshausen. Als Krankenschwester war sie im Reserve-Lazarett tätig%2C wo sie sich an Lungen-TBC infizierte und 1947 daran gestorben ist.


"Wir haben einen Todesfall%2C buddelt ihn irgendwo am Friedhofsrand ein"%2C forderte der Lagerkommandant. Karl Fehr widersetzte sich. Mehr darüber lesen Sie in der Dokumentation zur Geschichte (20 Seiten) des Friedhofes.

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Blick (2011) von der Landstraße zwischen Herleshausen und Frauenborn mit dem eingefügten Foto des RAB-Lagers. Aufnahmen aus der Zeit%2C in dem dieses als Kriegsgefangenenlager bzw. Reserve-Lazarett genutzt wurde%2C gibt es nicht%2C bzw. liegen noch nicht vor.





Zahlen%2C die die „Kapazität" des Reserve-Lazaretts (Quarantänelagers) verdeutlichen. Hierzu wurde das Lager im Spätherbst 1942 wohl um- und ausgebaut. Es war nicht nur ein „Sterbelager"%2C einige Kriegsgefangene wurden nach Abschluß der ärztlichen Behandlung auch wieder in ihre früheren „Ako" (Arbeitskommando) entlassen.




Das RAB-Lager mit Blick in Richtung der Landstraße zwischen Herleshausen und Frauenborn.


Sanitätsrat Dr. med. Emil Marsch bei einem "Hausbesuch" im RAB-Lager der Firma Arno Arold mit Sitz in Kassel%2C links die Trafostation.


Enkel Karl-Heinz Marsch durfte seinen Opa%2C Sanitätsrat Dr. med. Emil Marsch%2C bei dessen Krankenbesuchen im RAB begleiten. Rechts die Küchenbaracke (Südseite).


Aus dem "RAB" wurde 1940/41 ein Kriegs- gefangenenlager des "Stalag IX" (Ziegenhain)%2C zunächst für französische (Kdo.%3A 1391 %2B 1702)%2C später für sowjetische Kriegs- gefangene (Kdo.%3A 1706 %2B 1707). Die Aufteilung der "Stalag's" (Stammlager) im Reichsgebiet von 1941 sehen Sie hier! Sie orientierte sich nach den sogen. "Wehrbereichs- kommandos".


In dem Museumsfilm zum STALAG IX A (Stammlager Ziegenhain) "Erinnerungen an ein Kriegsgefangenenlager" sagt der Zeitzeuge Sajzew Borrosowitsch%3A "Wenn jemand ernsthaft erkrankte%2C wurde er weggebracht. Diese Kameraden kamen nicht mehr zurück." Das Res.-Lazarett Herleshausen (hier ein Foto aus 1944) wird von ihm nicht ausdrücklich genannt%2C hatte aber unter den sowj. Kriegsgefangenen des STALAG IX den berüchtigten Ruf%2C ein "Sterbelager" zu sein.


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