Z_50JahreKrgS

50 Jahres Sowj. Kriegsgräberstätte

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Am 29. Sept. 2010 erinnerten wir uns im Rahmen einer eindrucksvollen Veranstaltung%2C die sich bis in den Abend hinein fortsetzte%2C an den 50. Jahrestag der Umgestaltung des „Russenfriedhofes" in eine „Sowjetische Kriegsgräberstätte".




Ernst Ketterling (†) und seine Partnerin Anna Wenk (beide kamen als Russlanddeutsche nach Herleshausen) waren für Ludmila Alexandrovna nicht nur gute Gastgeber%2C sondern standen während des Besuchsaufenthaltes gerne auch als Dolmetscher zur Verfügung.



Viele Gräber waren mit Informationstafeln versehen%2C die über die hier Verstorbenen Auskunft gaben (Fotos der Verstorbenen%2C Briefe der Angehörigen%2C Kriegsge- fangenenkarteikarten etc.). Man merkte es bald%3A Hier gibt es nicht „nur" einen Friedhof mit 1.597 Namen%2C sondern hinter jedem Namen steht ein persönliches Schicksal.


Der letzte Brief%2C den Karl Fehr noch zu Lebzeiten erreichte%2C kam aus der Ukraine. Im Umschlag befanden sich einige Samenkörner … im Jahr darauf ahnte niemand%2C warum am Grab von Iwan Antonow Sonnenblumen blühten. Am 26.09.2009 schmückte erneut Sonnenblumen das Grab an dem auch dieser Brief zu lesen war.


Symbolisch werden die erst kurz zuvor durch Unterstützung der Stiftung „Leben und Erinnern" (Tver/RU) identifizierten 25 Namen von ursprünglich 31 unbekannten Soldaten von Schülern auf den Friedhof getragen.



Ein feierlicher Moment%3A Hinter dem russ.-orthod. Kreuz%2C getragen von Pfr. Friedemann Rahn%2C gefolgt von Präsident Leonid Musin (L%26R Tver)%2C Pfr. Martin von Frommanns- hausen und Prädikant Oberst a.D. Jürgen Damm%2C werden die Namenstafeln von Schülern auf den Friedhof getragen und später auf die noch nicht geänderten Bronzetafeln der jeweiligen Gräber abgelegt.


Fotos der alten Grabplatten%2C auf denen der Namen „Unbekannt" nun mit den „richtigen" Namen des Verstorbenen zu erkennen ist. Die Schüler/innen verlasen diese Namen und gaben weitere Hinweise zur Biographie der ehemals „Unbekannten".



Auch die „kleinen" Gäste folgten andächtig der Zeremonie und erfuhren%2C warum 25 Soldaten bisher keinen Namen hatten und ihn nun zurückbekommen sollten.



Der Männergesangverein Liederfreund 1867 Herleshausen brachte sich mit seinen Liedbeiträgen in das Programm der Gedenkveranstaltung ein.



Karl Fehr hätte sich zu Lebzeiten sicher nicht vorstellen können%2C dass zum 50. Jahrestag immer noch so großes Interesse an der Gedenkstätte und am Schicksal der hier bestatteten Soldaten besteht. Vor allen Dingen würde er zufrieden zur Kenntnis nehmen%2C dass jetzt auch die „Enkel-Generation" nach den Angehörigen forscht.



Schüler/innen der Südringgauschule Herleshausen nähten bereits im Vorfeld dazu kleine Leinenbeutel%2C die sie bemalten und mit dem Namen der hier verstorbenen Soldaten aus der Tver-Region versahen. Erde von deren Gräbern sollte den aus Tver erwarteten Gästen für die dortigen Angehörigen mitgegeben werden.



Präsident Leonid Musin von der Stiftung „Leben und Erinnern" in Tver (~160 km nordwestlich von Moskau) nimmt von den Schülern das geschmückte Kästchen mit der in Leinensäckchen verpackten Erde von hier beigesetzten 45 Soldaten aus der Tver-Region entgegen. Die Leinenbeutel waren liebevoll bemalt und mit dem jeweiligen Namen des Verstorbenen versehen.


Leonid Musin%2C Präsident der Stiftung „Live %26 Remember" (Tver/RU)%2C bei seiner Ansprache%2C die von Elvira Fink (Russland- deutsche aus Reckling- hausen%2C links von ihm) übersetzt wurde.


Der Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde Herleshausen gab der Veranstaltung auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof eine besondere Note.



Ludmila Alexandrovna%2C hier mit ihrer Familie und dem stellv. Vorsitzenden des VDK-Landesverbandes Hessen%2C Oberst a.D. Jürgen Damm (links von ihr) %2C am Grab ihres Vaters%2C das sie nach jahrzehntelangem Bemühen nun endlich gefunden hatte.


Mit dem Lied „Buchenwalds Mahngeläut" (Wano Muradeli) stimmte die Musiklehrerin Elvira Fink (Recklinghausen%2C sie kam Anfang der 1990er Jahre aus Russland nach Deutschland) die Abendveranstaltung in der Mehrzweckhalle ein. Dazu erhoben sich die Gäste im Gedenken an die Toten von ihren Plätzen.



Interessiert folgte man dem Vortrag von Bürgermeister Helmut Schmidt über das Kriegsgefangenenlager an der Frauenbörner Straße%2C das schon bald zum „Seuchen- bzw. „Quaran- tänelager" und damit zum „Sterbelager" für 1.597 sowjetische Soldaten wurde.

Die VDK-Jugendcamps und vielseitige weitere Kontakte haben inzwischen dazu beigetragen%2C dass die Mahnung der toten Soldaten zu hören und zu verstehen ist.


Gespannt folgen die Zuhörer dem Rahmenprogramm des Abends. Vorn Baudezernentin Gisela Rexrodt (Stadt Eisenach)%2C rechts daneben%3A Erste Beigeordnete Anette Wetterau (Gemeinde Herleshausen).



Ludmila Alexandrovna erzählt während der Gedenkveranstaltung von ihrem Vater und von dem schweren Los ihrer Mutter%2C die mit ihr und den beiden Geschwistern auf sich allein gestellt war und bis zu ihrem Tode auf ein Lebenszeichen des Familienvaters bzw. auf die Nachricht%2C die ihr Gewissheit geben sollte%2C gehofft hatte.



Eine besondere Stimmung verbreitete die Musik- lehrerin Elvira Fink%2C als sie in russischer Sprache das Lied 'Kraniche' sang%2C das in Russland in Gedenken an die Opfer des 'Großen Vaterländischen Krieges' gesungen wird. Hören Sie hier einen Ausschnitt des- sen sinngemäße Überset- zung lautet%3A 'Manchmal scheint es mir%2C dass die Soldaten von den blutüber- strömten Schlachtfeldern nicht gefallen sind%2C sondern sich in weiße Kraniche verwandelt haben. Vielleicht gerade deswegen werden wir still und nachdenklich. Nachdenklich stimmt dazu auch dieser Film!


Irina Ivanova (li.) und ihre Mutter Ludmila Alexandrovna Ustinova im Gespräch mit Fritz Fehr (Sohn von Karl Fehr) und dessen Kindern Wilhelm und Helga. Anna Wenk%2C die in den 1970er Jahren als Russlanddeutsche nach Herleshausen kam%2C hatte an diesem Tag als „Dolmetscherin" viel zu tun%2C wofür die (neue) Heimatgemeinde ihr sehr dankbar ist!



Schüler/innen der Südringgauschule Herleshausen nähten bereits im Vorfeld dazu kleine Leinenbeutel%2C die sie bemalten und mit dem Namen der hier verstorbenen Soldaten aus der Tver-Region versahen. Erde von deren Gräbern sollte den aus Tver erwarteten Gästen für die dortigen Angehörigen mitgegeben werden.



Wäre im Frühjahr 2009 das Team der ehrenamtlich tätigen Stiftung „Leben %26 Erinnern" (Tver/RU) bei Recherchen zum Schicksal der Kriegsopfer aus der Tver-Region im Militär- archiv Podolsk nicht auf das Lazarettkrankenbuch von Herleshausen gestoßen%2C hätte die Gedenkveranstaltung in dieser Form wohl nicht stattfinden können! Es war deshalb für uns eine große Ehre%2C dass Präsident Leonid Musin an der Feier teilgenommen hat. Lesen Sie dazu eine fast unglaubliche Geschichte!


In die von den Schüler/innen der Südringgauschule Herleshausen selbst hergestellten kleinen Leinenbeutel wird Erde von Gräbern der Soldaten aus der Tver-Region eingefüllt. Symbolisch sollen damit die Toten den Angehörigen zurückgegeben werden.



Erst 2009 erfuhr Ludmila Alexandrovna aus Tver/RU vom Grab ihres Vaters Alexander Ustinov in Herleshausen%2C nach dem sie jahrzehntelang vergeblich gesucht hatte. Noch im gleichen Jahr unternahm die damals 82-jährige die weite Reise%2C um Heimaterde auf dessen Grab streuen zu können. Sie war uns am 23.9.2009 ein besonderer Ehrengast.



Die Gedenkveranstaltung begann mit einem ökumenischen Friedens- gottesdienst in der Ev. Burgkirche zu Herles- hausen. Von links%3A Pastor Michael Meißner%2C Pfarrer Heribert Sauerbier%2C Pfarrer Friedemann Rahn%2C Prädikant Oberst a.D. Jürgen Damm und Pfarrer Martin von Frommanns- hausen. Der Gottesdienst wurde feierlich vom Kirchenchor umrahmt.


Auch der Hessische Rundfunk hat über die Veranstaltung berichtet. Was die Reporterin Vera John von Frau Prof. Dr. Ludmila Alexandrovna Ustinova wissen wollte hören Sie hier.



Hannelore Rönsch (hier mit ihrem Enkelsohn)%2C die bereits 1992 als damalige Bundesfamilienministerin die Teilnehmer/innen eines Jugendcamps auf dem hiesigen Friedhof besuchte%2C gehörte als Vorsitzende des DRK-Landes- verbandes Hessen zu den Ehrengästen der Gedenkveranstaltung (siehe auch „Arbeit für den Frieden").


Die Namen von 25 bisher unbekannten Soldaten werden feierlich zum Friedhof getragen.


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1. Presseberichte (WR %2B TA)
2. Dokumentation Gedenkfeier
3. Pressebericht aus Tver (russisch)
4. Bericht VDK'Stimme und Weg 01/2010

Fotos von%3A Roland Brack%2C Klaus Gogler%2C Roland Müller und Helmut Schmidt (herzlichen Dank dafür!)


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