Nesselröden

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...Nesselröden - das Dorf der Handwerker

 

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Nesselröden zählen das Schloss und die Kirche.

 

 

Freizeit und Sport:

Jugendraum, Sportverein

Gottesdienst (ev., kath.)

 

 

 

Jüdischer Friedhof Nesselröden

Schon um 1700 waren jüdische Familien in Nesselröden ansässig. Um 1835 lebten 70 Juden in Nesselröden, 1861 sind es 107, etwa 23 % der Gesamtbevölkerung. Die Zahl ging 1905 auf 54 und 1933 auf 14 zurück. In der NS-Zeit wurden 17 von den in Nesselröden geborenen Juden in Konzentrationslagern umgebracht oder sind verschollen.

Die jüdische Schule bestand schon im 18. Jahrhundert. Diese „Religionsschule" wurde 1853 in eine „israelitische Volksschule" umgewandelt. Der letzte Lehrer ist Siegmund Buchheim (geb. 1892), der 1912 nach Nesselröden kommt. Er wird 1915 Soldat und stirbt 1916 an einer Gasvergiftung. Sein Name steht auf dem Kriegerdenkmal in Nesselröden. Nach 1915 haben die jüdischen Kinder die Ev. Volksschule in Nesselröden besucht.

An den Ausschreitungen am 09.11.1938 waren etwa 10 Personen beteiligt. Im Anschluss an eine NS-Parteiversammlung wurden Scheiben von jüdischen Häusern eingeworfen. Besonders betroffen waren fünf Frauen - darunter die Schwestern Rosalie, Goldine und Jettchen Hecht, die einen Kaufmannsladen betrieben hatten. Am 30.05.1942 wurden sie nach Theresienstadt deportiert wo sie für ihren Glauben starben. Weitere Informationen lesen Sie hier!

 

 

Schloss Nesselröden

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählt das stattliche, dreigeschossige Schloss mit seinen Nebenanlagen, eines der bedeutendsten Renaissanceschöpfungen an der unteren Werra (‚Weserrenaissance'). Es ist als beispielhaft erhaltener Landadelsitz aus dem Jahre 1592-94 erhalten geblieben. Privatbesitz! Wollen Sie mehr erfahren, klicken Sie hier (PDF: 595 KB)

 

 

Anger mit DGH „Zum Löwen“

Das heutige Dorfgemeinschaftshaus war ehemals die Gaststätte „Zum Löwen", im Kern ein barockes Fachwerkhaus aus dem 16. Jh. mit Saalanbau (Ende 19. Jh. und historischer Freiluftkegelbahn, ebenfalls 19. Jh). Das Haus wurde 2004/05 saniert und zum Gemeinschaftshaus umgebaut. Hier wird jährlich noch der alte hessisch-thüringische Brauch mit dem Tanz um den Osterbaum gepflegt.

 

 

Katholische Kirche St. Johannes

Am 28.10.1956 - am Christkönigsfest - konnte die Kirche 'St. Johannes' von Prälat Hunstiger eingeweiht werden. Auch diese Gemeinde wurde bis 1987 von Pater Haimo betreut. Pater Lukas konnte bis 2001 das Lebenswerk von Pater Haimo durch umfangreiche Renovierungsarbeiten fortsetzen. Nach einem bedauerlichen Unfall von Pater Lukas im Dez. 2001 übernahmen Pater Ernst und später Pfarrer Sauerbier die kirchl. Arbeit und versuchten, die Ökumene in der Gemeinde Herleshausen fortzuführen.

 

Dorfkirche Nesselröden

Die Dorfkirche in Nesselröden wurde 1852 nach den Plänen Spangenbergs erbaut. Das Äußere erhebt sich als wenig gegliederter kubischer Baukörper, der von einem Walmdach mit westlich aufsitzendem Dachreiter geschlossen wird. Im Innern findet sich ein Saal mit einfacher Raumwirkung. Die abschließende Flachdecke wird von Pfeilern getragen, zwischen die die Emporen mit kassettierter Brüstung verspannt sind. Die Kanzel befindet sich in erhöhter Position an der östlichen Abschlusswand oberhalb der Patronatsloge.